In unserer Wohngruppe leben zehn junge Menschen ab 14 Jahren, die aufgrund unterschiedlicher Erfahrungen und Lebensumstände stationäre Betreuung benötigen. Dazu gehören z.B.:

  • Abbrüche in Familiensystemen oder Wohngruppen

  • Schwierigkeiten im Kontakt zu Anderen, z.B. unangemessenes Verhalten

  • schulische und berufliche Perspektivlosigkeit

  • Gewalt, Kriminalität oder Straffälligkeit

  • Konsum von Suchtmitteln (Alkohol, Cannabis etc.)

  • soziale Störungen sowie milde Formen einer emotionalen Störung

In der Wohngruppe werden die jungen Menschen rund um die Uhr betreut. Zwischen 8 und 22 Uhr betreut das sozialpädagogische Team die Bewohner*innen; in der übrigen Zeit ist eine pädagogische Fachkraft im Nachtbereitschaftsdienst vor Ort.

Die Wohngruppe zeichnet sich durch ihre lebendige und familiäre Atmosphäre aus. Uns ist es wichtig, den jungen Menschen Freiraum zur eigenen Entwicklung zu verschaffen und gleichzeitig in individueller Zusammenarbeit und Beziehungsarbeit eine intensive und umfassende Unterstützung anzubieten.
Eine Lehrerin fördert die Jugendlichen im Bereich Schule und Beruf.

Im Anschluss an das Leben in der Wohngruppe kann über unsere Verselbstständigungshilfen eine weitere Begleitung und Unterstützung in Anspruch genommen werden.

Rechtsgrundlagen sind die §§ 27 / 41 in Ausgestaltung der §§ 34 und 35a SGB VIII.

Wohngruppe-Helmut-Brüggemann- Haus

Heesestr. 2a
30449 Hannover
Fon: 0511-445651
Fax: 0511-4500334
Mail: heesestr@afw-regionhannover.de

Sven Popielas
Fon: 0511-60060332
Mobil: 0163-9124545
popielas@afw-regionhannover.de

Ankommen und ein Zuhause finden – das ist von großer Bedeutung bei uns. Wir schaffen einen Rahmen, in dem die Bewohner*innen sich angenommen fühlen können und in dem sie im Laufe der Zeit persönliche und schulische bzw. berufliche Perspektiven entwickeln können.
Wir arbeiten ressourcenorientiert und bieten den Jugendlichen Wertschätzung, Klarheit und Authentizität.

Grundlage für eine funktionierende Betreuung und Unterstützung ist unser verlässliches, tragfähiges Beziehungsangebot im Bezugsbetreuungssystem.
Unsere Arbeitsweise orientiert sich an systemischen Theorie- und Handlungskonzepten.

Zu unserer Betreuung gehören unter anderem

  • verbindliche und wertschätzende Beziehungen
  • Krisenintervention und Krisenbegleitung
  • eine Tagesstruktur
  • praktische Unterstützung im alltäglichen Leben
  • Schul- und Ausbildungsförderung
  • Ferienfreizeiten sowie Sport- und Freizeitangebote
  • enge Kooperation mit Schulen, Ausbildungsbetrieben, Ärzt*innen, Therapeut*innen usw.

Die Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie richtet sich nach den Möglichkeiten der Beteiligten und soll mit der Lebenssituation der Adressat*innen im Einklang stehen.

Die Chance zur Rückkehr der Jugendlichen in die Herkunftsfamilien beziehen wir in unsere Arbeit mit ein.

Das Team besteht aus Sozialpädagog*innen, z.T. mit Weiterbildungen, z.B. in systemischer Beratung und Erlebnispädagogik.
Eine Lehrerin fördert die Jugendlichen im Bereich Schule und Beruf.

Mit Supervision, Fortbildungen, Fachberatung und der Beteiligung der jungen Menschen an der Hilfeplanung und im Hilfeprozess stellen wir laufend die Qualität unseres Angebots sicher.

Unser Ziel in der Betreuung ist die selbstständige und befriedigende Lebensführung der jungen Menschen.

Die persönlichen Ziele der Adressat*innen werden im Rahmen der Hilfeplanung zusammen mit den einzelnen Jugendlichen erarbeitet. Die erforderlichen Handlungsschritte zur Erreichung der Ziele werden anschließend gemeinsam umgesetzt.

Konkret kann das z.B. folgende Bereiche betreffen:

  • Bewältigung des alltäglichen Lebens
  • emotionale Stabilisierung
  • Erarbeitung sozialer Kompetenzen und Übertragung der Fähigkeiten auf verschiedene Lebenssituationen
  • reflektierte Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Entwicklung schulischer bzw. beruflicher Perspektiven
  • Hygiene und Gesundheitsvorsorge
  • realistischer und planvoller Umgang mit Geld
  • Entwicklung tragfähiger sozialer Beziehungen im Lebensumfeld
  • Vernetzung mit anderen Menschen, Gruppen, Institutionen
  • seelische und körperliche Integrität

Zu unserem Partizipationskonzept gehören

  • Mitbestimmung an der persönlichen Hilfeplanung und an der Durchführung der Betreuung
  • Diskussion um verbindliche Regeln der Zusammenarbeit
  • Offenlegung der Beteiligungs- und Entscheidungswege
  • Beschwerdemöglichkeiten
  • Beteiligung an alltäglichen Entscheidungen
  • jährliche schriftliche Befragung der jungen Menschen zu unserem Angebot und zu unserer Betreuung
  • Gruppensprecher*innen, die von den Jugendlichen aus den eigenen Reihen gewählt werden
  • regelmäßige Gruppenabende
  • einmal jährlich eine Vollversammlung mit den jungen Menschen, den Betreuer*innen und der pädagogischen Gesamtleitung.