Bei uns leben zehn Jugendliche und junge Erwachsene ab 15 Jahren, die aufgrund unterschiedlicher Erfahrungen und Lebensumstände stationäre Betreuung benötigen. Dazu gehören z.B. junge Menschen,

  • die in Folge von Traumatisierungen einen sicheren Ort benötigen

  • die im Findungsprozess ihrer Geschlechtsidentität sind

  • die bisher keine Möglichkeit hatten, eine altersgemäße Autonomie entwickeln zu können

  • die geprägt sind von emotionaler Vernachlässigung.

Die jungen Menschen werden rund um die Uhr von sozialpädagogischen Fachkräften – insbesondere von Sozialpädagog*innen – betreut und erfahren hier Schutz und Sicherheit.

Eine Lehrerin fördert die jungen Menschen im Bereich Schule und Beruf.

Im Anschluss an das Leben in der Wohngruppe kann weitere Begleitung und Unterstützung in durch eine Nachbetreuung in Anspruch genommen werden.

Rechtsgrundlagen sind die §§ 27 / 41 i.A.d. §§ 34, 35a SGB VIII und § 41 SGB VIII i.A.d. §35a SGB VIII.

Wohngruppe Constantinstraße

Constantinstr. 91
30177 Hannover
Fon: 0511-391116
Fax: 0511-3940214
Mail: constantinstr@afw-regionhannover.de

Cornelia Hake-Schneider
Fon: 0511-60060333
Mobil: 0171-8840593
hake.schneider@afw-regionhannover.de

Wir möchten dazu beitragen, dass die jungen Menschen sich in der Wohngruppe wohlfühlen und einen sicheren Ort haben, in dem sie ankommen und sich entwickeln können.

Sowohl die einzelnen Jugendlichen als auch das Gruppengeschehen sind uns wichtig.

Auf der Grundlage von stabilen und verlässlichen Betreuungsbeziehungen möchten wir Hilfe zur Selbsthilfe geben. Dabei orientieren wir uns an der individuellen Lebenssituation der Einzelnen.

Zu unserer Betreuung gehören unter anderem

  • verbindliche und wertschätzende Beziehungen
  • ein Bezugsbetreuungssystem
  • Krisenintervention und Krisenbegleitung
  • eine Tagesstruktur
  • praktische Unterstützung im Alltag, z.B. beim Kochen, Einkaufen, Waschen etc.
  • Schul- und Ausbildungsförderung
  • Ferienreisen, Ausflüge
  • enge Kooperation mit Schulen, Ausbildungsbetrieben, Ärzt*innen, Therapeut*innen usw.

Wir fördern die Verselbstständigung in einem Zwei-Phasen-Modell:

  • Gruppenphase: Betreuung und Förderung von Grundkompetenzen (u.a. Sozialverhalten, Eigenverantwortung, Schulbesuch, Ernährung, Hygiene).
  • Verselbstständigungsphase: Mehr Eigenverantwortung durch das Leben in einer Ein-Zimmer-Wohnung im Haus, die in die Wohngruppe integriert ist.

Die Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie ist uns wichtig und soll mit der Lebenssituation der Adressat*innen im Einklang stehen. Eine Rückkehr der Jugendlichen in die Herkunftsfamilien kann eine Option sein.

Das Team besteht aus sozialpädagogischen Fachkräften, z.T. mit Weiterbildungen in Traumapädagogik, im Verfahren gem. § 8a Kindeswohlgefährdung, in systemischer Beratung und Psychiatrie. Unsere Arbeitsweise orientiert sich an systemischen Theorie- und Handlungskonzepten.
Eine Lehrerin fördert die Jugendlichen im Bereich Schule und Beruf.

Mit Supervision, kollegialer Beratung, Fortbildungen, psychiatrischer Fachberatung und der Beteiligung der jungen Menschen an der Hilfeplanung und im Hilfeprozess stellen wir laufend die Qualität unseres Angebots sicher.

Unser Ziel in der Betreuung ist es, auf der Grundlage einer stabilen Alltagskompetenz eine möglichst selbstständige und befriedigende Lebensführung und die gesellschaftliche Teilhabe der jungen Menschen zu ermöglichen.

Die persönlichen Ziele der Bewohner*innen werden im Rahmen der Hilfeplanung zusammen erarbeitet. Die erforderlichen Handlungsschritte zur Erreichung der Ziele werden anschließend gemeinsam umgesetzt und überprüft.

Konkret kann das z.B. folgende Bereiche betreffen:

  • Bewältigung des alltäglichen Lebens
  • emotionale Stabilisierung
  • Bewusstsein über eigene Stärken und Fähigkeiten
  • Erarbeitung sozialer Kompetenzen und Übertragung der Fähigkeiten auf verschiedene Lebenssituationen
  • reflektierte Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Entwicklung schulischer bzw. beruflicher Perspektiven
  • Hygiene und Gesundheitsvorsorge
  • realistischer und planvoller Umgang mit Geld
  • die Begleitung bei therapeutischen Maßnahmen
  • Entwicklung tragfähiger sozialer Beziehungen im Lebensumfeld
  • ausreichende, gesunde Ernährung
  • die individuelle Verselbständigung.

Zu unserem Partizipationskonzept gehören

  • Mitbestimmung an der persönlichen Hilfeplanung und an der Durchführung der Betreuung
  • Diskussion um verbindliche Regeln der Zusammenarbeit
  • Offenlegung der Beteiligungs- und Entscheidungswege
  • Beschwerdemöglichkeiten
  • Beteiligung an alltäglichen Entscheidungen
  • jährliche schriftliche Befragung der jungen Menschen zu unserem Angebot und zu unserer Betreuung
  • Gruppensprecher*innen, die von den Jugendlichen aus den eigenen Reihen gewählt werden
  • regelmäßige Gruppenabende
  • einmal jährlich eine Vollversammlung mit den jungen Menschen, den Betreuer*innen und der pädagogischen Gesamtleitung.