Mit unserer sozialpädagogischen Wohngemeinschaft für fünf männliche Jugendliche ab 16 Jahren bieten wir eine Alternative zu großen Wohngruppen. Jeweils zwei junge Menschen leben in einer Etage mit eigener Küche und eigenem Bad in einem Reihenhaus.

Diese Betreuungsform eignet sich für junge Menschen, denen es nicht leicht fällt, sich in großen Wohngruppen zu integrieren oder für die das Alleinleben noch eine Überforderung darstellt. Dabei wird so viel Selbstständigkeit wie möglich geboten bei gleichzeitiger individueller und umfassender Betreuung. Es gibt eine nächtliche Rufbereitschaft; teilweise ist eine Nachtbereitschaft (auch an Wochenenden) im Haus.

Die jungen Menschen werden von sozialpädagogischen Fachkräften betreut. Eine Lehrerin fördert die jungen Menschen im Bereich Schule und Beruf.

Im Anschluss an das Leben in der Wohngruppe kann weitere Begleitung und Unterstützung in durch eine Nachbetreuung Anspruch genommen werden.

Rechtsgrundlagen sind die §§ 27 / 41 i.A. d. §§ 34, 35a SGB VIII und § 41 SGB VIII i.A. d. §35a SGB VIII.

Wohngruppe Bregenzer Straße

Bregenzer Str. 9
30519 Hannover
Fon: 0511-59029539
Fax: 0511-59029540
Mail: bregenz@afw-regionhannover.de

Thorsten Artelt
Fon: 0511-60060333
Mobil: 0151-58393779
artelt@afw-regionhannover.de

Die Bewohner sollen sich angenommen fühlen und im Laufe der Zeit persönliche und schulische bzw. berufliche Perspektiven entwickeln können.
Wir arbeiten ressourcenorientiert und vermitteln den Jugendlichen Wertschätzung, Klarheit und Authentizität.

Grundlage für eine funktionierende Betreuung und Unterstützung ist unser verlässliches, tragfähiges Beziehungsangebot im Bezugsbetreuungssystem.
Unsere Arbeitsweise orientiert sich an systemischen Theorie- und Handlungskonzepten.

Zu unserer Betreuung gehören unter anderem

  • verbindliche und wertschätzende Beziehungen
  • Krisenintervention und Krisenbegleitung
  • eine Tagesstruktur
  • praktische Unterstützung im alltäglichen Leben
  • Schul- und Ausbildungsförderung
  • enge Kooperation mit Schulen, Ausbildungsbetrieben, Ärzt*innen, Therapeut*innen usw.

Die Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie ist uns wichtig.

Das Team besteht aus Sozialpädagog*innen und Erzieher*innen. Eine Lehrerin fördert die jungen Menschen im Bereich Schule und Beruf.

Mit Supervision, Fortbildungen, Fachberatung und der Beteiligung der jungen Menschen an der Hilfeplanung und im Hilfeprozess stellen wir laufend die Qualität unseres Angebots sicher.

Ziel in der Betreuung ist das Erreichen einer selbstständigen und befriedigenden Lebensführung und die Teilhabe der jungen Menschen am gesellschaftlichen Leben.

Die persönlichen Ziele der jungen Menschen werden im Rahmen der Hilfeplanung zusammen erarbeitet. Die erforderlichen Handlungsschritte zur Erreichung der Ziele werden anschließend gemeinsam umgesetzt und überprüft.

Konkret kann das z.B. folgende Bereiche betreffen:

  • Bewältigung des alltäglichen Lebens
  • emotionale Stabilisierung
  • Bewusstsein über eigene Stärken und Fähigkeiten
  • Erarbeitung sozialer Kompetenzen und Übertragung der Fähigkeiten auf verschiedene Lebenssituationen
  • reflektierte Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Entwicklung schulischer bzw. beruflicher Perspektiven
  • Hygiene und Gesundheitsvorsorge
  • realistischer und planvoller Umgang mit Geld
  • die Begleitung bei therapeutischen Maßnahmen
  • Entwicklung tragfähiger sozialer Beziehungen im Lebensumfeld
  • ausreichende, gesunde Ernährung
  • die individuelle Verselbständigung.

Zu unserem Partizipationskonzept gehören

  • Mitbestimmung an der persönlichen Hilfeplanung und an der Durchführung der Betreuung
  • Diskussion um verbindliche Regeln der Zusammenarbeit
  • Offenlegung der Beteiligungs- und Entscheidungswege
  • Beschwerdemöglichkeiten
  • Beteiligung an alltäglichen Entscheidungen
  • jährliche schriftliche Befragung der jungen Menschen zu unserem Angebot und zu unserer Betreuung
  • Gruppensprecher*innen, die von den Jugendlichen aus den eigenen Reihen gewählt werden
  • regelmäßige Gruppenabende
  • einmal jährlich eine Vollversammlung mit den jungen Menschen, den Betreuer*innen und der pädagogischen Gesamtleitung.